Ökologische Optimierung von Pfahlgründungen

Pfahlgründungen sind ein Bauverfahren, das im Tiefbau angewendet wird, vor allem, wenn es sich um Gebäudeerrichtungen auf schlecht tragfähigen Bodenschichten handelt. Dieser weiche Untergrund findet sich auch in Wien, etwa im Donauschotter und Miozän, die zu den am häufigsten vorkommenden Bodenarten zählen.

Baumaterialien wie Beton und Zement stellen für die Umwelt jedoch eine große Belastung dar. So entstehen bei der Herstellung von 1 t Zement ca. 830 kg CO2. Können die Zementrezeptur und auch die -sorten verbessert werden, ist eine CO2-Einsparung von 10-20 Prozent zu erwarten.

Projektziel

Die Eigenschaften des Donauschotters und des Miozäns zu untersuchen, ist Ziel dieses Projekts, das am Unteren Hausfeld im 22. Gemeindebezirk durchgeführt wird. Auch, weil hier bereits die notwendige Baustelleninfrastruktur vorhanden und auf den Prüffeldern mit Donaukies und Miozän die erforderliche Beschaffenheit des Bodens gegeben ist.

Erforscht wird dabei auch, wie ein ökologisches und zugleich wirtschaftliches Bauen gefördert werden kann. Die Einsparung von Ressourcen, Baumasse und der CO2-Belastung, hervorgerufen durch die Tiefbaumaßnahmen, ist ein weiterer Fokus, dem sich das Projekt widmet. Untersucht werden diese Ziele anhand der folgenden vier Bauverfahren: Großbohrpfähle, Mikropfähle, Verankerungen und Düsenstrahlverfahren.

Projektumsetzung

Dabei werden die jeweiligen Prüfkörper bis zur Versagensgrenze belastet, um damit ihre Tragfähigkeit und Tauglichkeit zu überprüfen. Außerdem werden Horizontalverschiebungen bei Großbohrpfählen ausgeführt und anhand einer Versuchsreihe für den integralen Brückenbau getestet. Auch Energiepfähle werden auf ihre Belastbarkeit hin untersucht, da diese bis dato überdimensioniert eingesetzt werden. Vor allem, weil bislang Erkenntnisse fehlen, wie sich Wärme und Kälte auf ihre Tragfähigkeit auswirken.

Gesamtkosten: 1.689.478,18 EUR
davon EFRE 844.739,09 EUR
Laufzeit:

01.03.2017
bis 31.12.2018